Der HI-Blog

Wirkungsorientiertes BGM

17.03.2015

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist dann erfolgreich, wenn es die Basic Needs (Worklife Quality) berücksichtigt: Partizipation, Autonomie, Kompetenz und Sinn.

Partizipation: in fast 40 Workshops wurden die MitarbeiterInnen an der Ableitung von Maßnahmen und deren Planung beteiligt. Alle konnten sich einbringen, auch im Rahmen der Online-Befragung, um Belastungen und Verbesserungspotenziale zu identifizieren.

Autonomie: Was die Umsetzung angeht, so konnten die Standorte und Teams ihre eigenen Wege wählen, wie sie ihre Gesundheitsentwicklung gestalten wollen. Auf diese Weise wurden mehr als 100 gesundheitsförderliche Maßnahmen in 35 Standorten und Abteilungen der VHS selbständig umgesetzt. 

Kompetenzentwicklung: neben dem Know-how in Bezug auf Gesundheit am Arbeitsplatz, das allen zugänglich gemacht wurde, wurden die Führungskräfte in speziellen Workshops besonders geschult. Außerdem wurden fünf Personen aus unterschiedlichsten Berufsgruppen zu Gesundheits-MultiplikatorInnen ausgebildet. Sie lösten bereits während der Implementierung nach und nach die externen Begleiter ab.

Sinn: der Ansatz der Prävention, d. h. die Vorbeugung gesundheitlicher Beschwerden, wurde im Rahmen des Projekts transportiert und bewusst gemacht. Dass nicht nur Bewegung und Ernährung gesundheitsrelevant sind, sondern auch die betriebliche Kommunikation, Arbeitsprozesse und die Unternehmenskultur zur Gesundheit beitragen wurde in der Praxis erlebbar gemacht.

Im Sinne der Nachhaltigkeit gilt es nun, die Prozesse weiterzuführen und zu pflegen. Verknüpfung mit bestehenden Instrumenten, wie z. B. Qualitätsmanagement, interne Weiterbildung, zentralen Treffen, sowie die Schaffung neuer Prozesse, wie eine  BGM-Steuerungsgruppe und eine Reglement für die nächsten 4 Jahre tragen dazu bei.



Schlagwörter: