Der HI-Blog

Die Qualität bin ich!

23.04.2016

Das traditionelle Qualitätsmanagement genügt den Ansprüchen des Sozial- und Gesundheitswesens nicht, weil mit seinen Instrumenten keine komplexen Probleme gelöst werden können. Komplexität ist jedoch in der Interaktion der Pflegekräfte mit den Patienten mehr die Regel als die Ausnahme! Die im klassischen Qualitätsmanagement üblichen Standards sind zweischneidig: Sie sind hilfreich bei Problemen, die einen eindeutigen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang aufweisen. Werden komplexe Prozesse, die nicht in einfache Wenn-Dann-Beziehungen auflösbar sind, in Standards hineingequetscht, dann dann das kontraproduktiv sein und paradoxe Situationen wie z.B. die Effizienzfalle bewirken. In dieser durchaus praxisrelevanten Situation werden dauerhaft die falschen Dinge richtig gemacht. Die Existenz dieser Unzulänglichkeiten bedeutet jedoch nicht, das Kind mit dem Bade auszuschütten und das traditionelle Qualitätsmanagement pauschal zu verwerfen. Im Gegenteil - was ansteht, ist der nächste Schritt in Richtung kompetenzorientierter Qualitätsprozesse...

Richard Hennessey und Stefan Knobel von unserem Kooperationspartner Kinaesthetics setzen sich in Ihrem Artikel, der kürzlich in der Zeitschrift "Qualitas" erschienen ist, eingehend mit dem Thema auseinander. 

Den Artikel können Sie hier downloaden.