Der HI-Blog

Das Worklife Quality - Konzept

24.05.2014

Das Konzept der Worklife Quality (WLQ) wird von Human Impact seit vielen Jahren angewandt und kontinuierlich weiter entwickelt. Ursprünglich aus der Pflege stammend, ist das Konzept auch für andere Branchen geeignet, da es sehr grundlegend ist. Mit ihm können tägliche Arbeitsabläufe aus mehreren festgelegten Blickwinkeln beleuchtet werden. Zentral sind dabei die folgenden vier, auf den Grundbedürfnissen des Menschen beruhenden Dimensionen: Autonomie, Partizipation, Kompetenz und Sinn. Mit Hilfe dieser Dimensionen werden zentrale Prozesse, die Zusammenarbeit im Team, die Arbeit mit KlientInnen, das Verhalten von Vorgesetzten, der Kontakt zu anderen Berufsgruppen, kurzum die Aktivitäten des täglichen Arbeitslebens daraufhin analysiert, wie sie erfolgen. Zum Beispiel kann ein Teamleiter eine MitarbeiterIn partizipativ führen, d. h. an wichtigen Entscheidungen beteiligen, oder sie stellt die Person vor vollendete Tatsachen. Der Grundsatz „Je mehr, desto besser“ ist dabei im Konzept nicht vorgesehen – entscheidend ist die „Passung“ aus Sicht der beteiligten Akteure.

Die vier Grundbedürfnisse der Worklife Quality sind in vielerlei Hinsicht grundlegend für eine lernende Organisation und die darin arbeitenden Menschen. Ihre Berücksichtigung hat positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden, die Motivation und die Gesundheit der MitarbeiterInnen wie auch auf die Produktivität im Team und im Unternehmen.

In der Pflege weisen die Dimensionen der Worklife Quality den Weg zur Lebensqualität der KundInnen. Nur wenn Pflegende die Bedürfnisfaktoren für sich realisieren können, sind sie in der Lage, Autonomie, Partizipation, Kompetenz und Sinn bei ihren PatientInnen positiv zu beeinflussen. Im negativen Fall führt die Verhinderung wie z. B. ein zu enger Handlungsspielraum durch ein Übermaß an Regelungen zu einer Verschlechterung der Lebensqualität der PatientInnen. Nämlich dann, wenn diese nicht individuell, d. h. entsprechend ihrer Kompetenzen unterstützt werden können und dadurch ihre Selbständigkeit nicht in dem Ausmaß wieder erlangen, als es möglich wäre.


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